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Veröffentlicht am 17.09.2015 von nemesis

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Kai Köppel

Aufstrebend Rap & HipHop mit Bodenhaftung

Blutjung und geradlinig – diesen Eindruck gewinnt man bei Kai Köppel, der sich dem HipHop und Rap verschrieben hat. Und auch wenn in seinem Leben als Künstler noch gar nicht so viel passiert sein kann, ist es besonders interessant, wie er das eine oder andere sieht und mit welcher Einstellung, welcher Muse er an seine Leidenschaft heran geht.

„Die ersten Gehversuche begannen bei mir so im Alter von ca. 12 Jahren – da machte ich mich ans Texten und stellte fest, dass ich schon ziemlich auf HipHop fixiert war. Es lag mir, Texte zu Beats zu verfassen. Zu dieser Zeit waren Eminem, 50 Cent, Sido und wie sie alle heißen, die großen Nummern. Mein Kumpel und ich schnappten uns also das Singstar-Mirko und irgendwelche 08/15-Programme und rappten drauf los.

Klar, jetzt haben wir etwas mehr an Geld zur Verfügung und konnten uns auch etwas ausrüsten – mein Kumpel hat sogar mittlerweile sein eigenes Studio. Ohne ihn könnte ich das Ganze eh nicht so durchziehen, da wäre vieles nicht möglich gewesen. Dank ihm und seinem Studio kann ich so auch meine Tracks aufnehmen.“


Als Inspiration nimmt dabei der junge Herr dabei nicht nur die schöne Seite der Medaille an. „Zuerst einmal: Ich nehme Kritik ernster als ein Lob.“ Und damit sieht Kai die Ernsthaftigkeit der Sache bei allem Spaß auch realistisch – wie sollte man sonst wachsen? „Ich möchte mich auf jeden Fall weiter steigern. Ganz zu Beginn waren Sido und ein paar Rapper aus den Staaten meine Inspiration bzw Vorbilder. Derzeit finde ich Mo-Trip als besten deutschen Künstler. Ich möchte für mich selbst meine eigene Richtung beibehalten.“

Mama Said!

Nein, wer nun an Lenny Karvitz denkt, denkt zwar an einen verdammt guten Künstler, hat aber mit diesem Interview nichts zu tun. Mir fiel einfach nur der gleichnamige Song ein, als Kai auf die Frage, was sein bisher wichtigstes Erlebnis als Musiker war: „Als meine Mum meinte: ‚He, das ist ja gar nicht mal so schlecht.“ Eine Antwort, die man heutzutage wohl eher selten hört und gerade deswegen beeindruckt.

Auch bei der Frage nach der Szene in Österreich gibt sich der Künstler realistisch: „Österreich ist natürlich wie ein Keller, aus dem es wenige Musiker aus dem HipHop-Bereich rausschaffen. Vergleicht man das Ganze mit dem Status in Deutschland, sind dort einfach mehr Clubs vorhanden, in denen sich Künstler austoben können. Genau gerade wenn es sich um Underground-Künstler und Nachwuchs-Musiker handelt. Auch die Labels sind dem Rap eher abgeneigt – es sei denn, man hat bereits einen gewissen Status und Bekanntheitsgrad.“

kai Köppel 2

Unterschätzte Szene

Und Kai berichtet weiter: „Vielleicht hätte eine Boyband noch eher Chancen,. Aber die Zeiten sind wohl auch schon eher vorbei. Dabei bin ich mir sicher, dass es eine Menge junger, guter und vor allem auch motivierter Rapper hier gibt, die die Szene in Schutt und Asche legen würden.“

Fernab von Reichtümern, Goldkettchen und dergleichen sind auch Kais Ziele. Wobei Rap und HipHop ja doch für eine authentische, sozialkritische Szene stehen. Natürlich mag das nicht immer die erste Priorität sein, aber doch ist dies ein fester Bestandteil. ‚Echtheit‘ ist auch das Ziel Kai Küppels: „Ich möchte die Menschen mit meiner Musik unterhalten. Neben Wiedererkennungswert, die meine Songs unbedingt haben sollen, wünsche ich mir zudem, dass sich die Leute in ihnen wiederfinden können, die Stücke authentisch sind. Meine Musik soll das aussagen was ich mit normalen Sätzen nicht vollenden kann.“

Heftige Worte für einen jungen Menschen, Hut ab. Nachdem er noch am Anfang seiner Laufbahn steht, kann Kai natürlich noch keine Mega-Größen zu seinen Teamplayern zählen, doch der Zusammenhalt an sich in der Rapper-Szene ist durchaus gegeben.

Kai Köppel 3

Vielleicht in 1, 2 Jahren…

„Bisher habe ich einige Male mit anderen Vertretern aus dem Rap- und HipHop-Bereich zusammen gearbeitet. Und es ist schon klasse, wie man einerseits Hand in Hand etwas auf die Beine stellt und doch jeder seinen Stil beibehält. Das macht HipHop aus. Vielleicht sieht es ja in ein oder zwei Jahren ganz anders aus und ich kann auch mal mit großen Namen etwas zusammen machen – wer weiß… In erster Linie möchte ich erstmal meine Musik und Videos den Menschen näherbringen, mit Partner Auftritte, Gigs auf die Beine stellen, live präsent sein.

Und natürlich immer weiter steigern, nicht stehenbleiben. Mit 19, dessen bin ich mir bewusst, hat man noch nicht so viel Aussagekraft und weiß nicht so viel. Zumindest denken das viele Leute. Ich will zeigen, dass ich trotz meines Alters mit der Szene locker mithalten und jedem aufrecht gegenüber stehen kann.“

Hier sei nochmal auf Kais eigenen Channel bei Youtube verwiesen – wir dürfen gespannt sein, was er noch so alles auf die Beine stellen wird, den Talent und Köpfchen sitzen am richtigen Fleck.

https://www.youtube.com/channel/UCEDarYH2A7etm4Im2_0swUw

KAi Köppel 4

 

 

 

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One Response to Kai Köppel

  1. Elvis says:

    Toll geschrieben !! Alles bestens für Kai,er hats echt drauf!

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