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Veröffentlicht am 02.06.2015 von Andre Weller

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Money Boy

Denkt an österreichischen HipHop! Was seht ihr? Left Boy? Gerard? Nein, Money Boy! Seine hin und wieder umstrittene Art und seine Songs sind heute unser Thema. Was macht den Hype um ihn aus? Wieso kam er so schnell von 0 auf 100? Lest selbst.

Steiler Weg nach Oben

Sebastian Meisinger ist ein österreichischer Rapper. Er wurde 1981 in Wien geboren und wurde durch seinen Song ,,Dreh den Swag auf“ zu einer internationalen Medienbekanntheit. Er wuchs in Rudolsheim-Fünfhaus auf und studierte bis 2008 Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Er schloss das Studium mit dem akademischen Grad ,,Magister philosophiae“ ab, was in Deutschland vergleichbar ist mit dem Diplom. Seine Magisterarbeit schrieb er über – wie könnte es anders sein – Gangsta Rap in Deutschland.

Allein schon jetzt dürften viele Fakten über Money Boy dabei gewesen sein, die viele so nicht auf dem Schirm hatten. Die Frage ,,Medienwitz oder Mediengenie“ möchten wir später beantworten. Vor seinem Start als Rapper spielte er Basketball, kein Wunder bei seiner Körpergröße. Seine Texte waren vorerst auf Englisch, doch dann schaffte er im Spätsommer 2010 mit dem Song ,,Dreh den Swag auf“ das Unmögliche. Von 0 auf 100 zischte er in alle Medien, Facebook unterhielt sich über ihn und er war überall zu sehen. Anfangs war die Kritik nicht gerade positiv, doch ist das der echte Money Boy den wir da sehen?

,,Dreh den Swag auf “ hat mittlerweile auf der Internetplattform YouTube über 21 Millionen Aufrufe. Sony Music Entertainment nahm ihn daraufhin 2010 unter Vertrag.

Achterbahn oder Gebirgskette?

Die Frage ist nun, ob Money Boy an diesem Erfolg anknüpfen kann. Geht es wieder bergab, wie bei einer Achterbahn? Nach dem Signing kam seine Single ,,X-mas Time“, mit der er an seinen ersten Song anknüpfen wollte. Monatelang tourte er durch die Clubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er gab Interviews, brachte weitere Singles raus und bekam bei der deutschen Sendung ,,Circus HalliGalli“ den sogenannten ,,Goldenen Mummberto“ für verblüffende Ansichten, die er in einem Interview geäußert hat.

Um es kurz zu fassen, Money Boy konnte an seinen Erfolg seines ersten Hits nicht anknüpfen, so lief sein Vertrag mit Sony Music Entertainment aus. Doch sein eigenes Label ,,Swag City Clique“ sollten ihm neue Türen öffnen, wie die zu seinem Album ,,S.W.A.G.“. Dieses Jahr brachte Money Boy allein bis zum Februar 7 Mixtapes raus und war weiterhin sehr aktiv auf allen Social Media Plattformen, was seine Bekanntschaft wieder leicht nach oben trieb.

Medienwitz oder Mediengenie?

Im März 2015 machte Money Boy auf Twitter und Facebook Witze über den Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine. Er wurde daraufhin sehr stark kritisiert. Wir fragen uns nun, ob Money Boy tatsächlich ein Medienwitz ist, wie er oft dargestellt wird. Es ist natürlich genauso gut möglich, dass hinter dem Student mit Diplom einfach ein Genie des Eigen-Vermarktens steht. Nichts regt die Menschen so an wie Beef, Gesprächsstoff. Das liefert Money Boy. Fangen wir einmal von vorne an. Wir stellen uns nun einen Student vor, der bisher keinerlei Bekanntheitsgrad im Bereich HipHop und Rap hat. Wie schwer ist es bei einem Markt, der fast alle Vorlieben bedient, sich einen Namen zu machen und das natürlich noch möglichst schnell?

Doch er schaffte es trotzdem – Genialität oder Zufall?

Seine nächsten Songs zeigten nämlich weitaus mehr Skills als sein erster, vielleicht gibt es doch einen andere Money Boy als bei ,,Dreh den Swag auf“? Er polarisiert dennoch weiterhin, deshalb war es ihm wichtig eine starke und loyale Fangemeinde um sich zu haben. Er tourte durch die Clubs und feierte zusammen mit seinen Fans. Seine eigene Art und manchmal fast schon eigene Sprache ( siehe Kommentare der Fans unter Money Boy’s Facebook-Posts ) sorgen für einen Wiedererkennungsgrad ohne Konkurrenz. Es sind viele clevere Züge dabei, die auf ein gutes Gefühl in Sachen Medienaufmerksamkeit hinweisen. Die Witze über den Flugzeugabsturz sorgten anschließend für Furore, doch seine Fans bleiben ihm treu. Über Geschmack lässt sich natürlich streiten, doch ein schlaues Marketing gehört jederzeit dazu. Wir sind der Meinung, Money Boy hat dies mehrmals bewiesen und hat nun zurecht eine Fangemeinde die zwar speziell, aber sehr loyal ist.

 

photocredit: https://www.facebook.com/therealmoneyboy/photos

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