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Veröffentlicht am 14.03.2015 von Sabine Müller

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Neue Entwicklungen im Rap

Rap macht aktuell eine sehr interessante Entwicklung durch. Er vermischt sich nicht nur immer mehr mit anderen Genres, zum Beispiel mit Elektro, Dubstep oder Pop, nein es scheint den Zuhörern auch mehr und mehr auf den Inhalt und die Qualität der Musik anzukommen und nicht nur auf fette Autos in den Musikvideos und eine harte Gangsterattitude.

Diese Entwicklung wird deutlich an immer mehr Underground-Künstlern die auf Plattformen wie Youtube an Bedeutung gewinnen. Dies ist in Amerika schon seit vielen Jahren zu beobachten, nun scheint sie aber auch nach Deutschland zu kommen. Rap ist mehr denn je salonfähig geworden, früher bediente er nur eine kleine Sparte, ausgehend von seiner Geburtsstätte, den Vereinigten, Staaten, von da aus die ganze Welt erobernd und nun überall auf dieser zu finden, im Grunde auf jedem Kontinent, in Städten und Dörfern. Natürlich gibt es auch immer noch den relativ flachen Mainstreamrap, und in vielen Pop-Produktionen wird auf die schnelle ein Rap-Part eingeflochten, denn RAP SELLS! Da ist es ja auch zu verzeihen, wenn sich auch weniger talentierte „Rapper“ hinters Mikrofon stellen und einen auf Eminem machen.

Nach dem Motto „Weil nur Musik , die von Herzen kommt mich auch dort trifft!“

Doch wie schon zu Beginn betont, streben auch unbekannte und weniger an poppigen Mainstreamproduktionen orientierte Künstler nach oben. Nach dem Motto „Weil nur Musik , die von Herzen kommt mich auch dort trifft!“ Die wachsende Offenheit der Zuhörer für ehrliche Musik ebnet ihnen dabei den Weg. Aber auch bei den erfolgreichen Produktionen findet man ehrliche Musik. So zum Beispiel der Featuretrack mit Nas und Damian Marley, dem Sohn der Reggaelegende Bob Marley. „Road to Zion“ ist eine gelungene Mischung aus eingängig-kraftvollem Soulsample, Oldschool-Hip-Hop, verkörpert durch Westcoast-Rapper Nas und groovigen Reggae-Einlagen. Diesen Song wird man zwar nicht im Programm von Antenne Bayern finden, er hat aber mit seinen inzwischen über 23 Millionen Klicks bei Youtube durchaus auch eine Mainstream-Relevanz.

Musikalische Qualität und Ehrlichkeit auf der einen und kommerzieller Erfolg auf der anderen Seite schließen sich also nicht zwangsläufig aus. Hip-Hop lebt, im Internet auf Bühnen, im Mainstream und im Untergrund, aber vor allem auch in den Herzen der Menschen.

Rap kann mehr als Battle, Bitches und Gepose, Rap kann für die Liebe stehen wie eine rote Rose!

Auch im deutschsprachigen Raum tut sich so einiges. Künstler wie Chefket, ein deutsch-türkischer Rapper, dessen Lieder sich durch ehrliche und tiefsinnige Texte und authentisch produzierte Beats auszeichnen, vor einigen Jahren noch tief im Untergrund vergraben, featured heute kommerziell erolgreiche Rapper wie Samy Deluxe und Marteria. Umse, der fette Beats mit friedlichen und durchdachten Rhymes kombiniert und von aggressiven und primitiven Battlelines bewusst Abstand nimmt und die wachsende Jazz-Rap-Bewegung markieren eine Gegenbewegung zur immer noch relativ dominanten Gangsterrapbewegung. Deren bekannteste Vertreter sind Rapper wie Haftbefehl, Kollegah und Farid Bang. Gangsterrap hat auch seine Berechtigung, wir leben in einem freien Land und Vielfalt bedeutet Lebendigkeit und Abwechslung, obwohl die Wirkung von sexistischen, gewalt-und drogenverherrlichenden Texten auf das Publikum, insbesondere auf junge Menschen kritisch hinterfragt werden sollte.
Und: Rap kann mehr als Battle, Bitches und Gepose, Rap kann für die Liebe stehen wie eine rote Rose!
In diesem Sinne..let it flow!

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